»Ungleichheit in der Stadt – und wo man sie findet«
Vortrag und Workshop: Carlos Becker, Benjamin Pfeifer
Wie wird soziale Ungleichheit im Stadtraum sichtbar? Zum Projekttag »Wie viel Ungleichheit ist gerecht?« am Friedrich-Dessauer-Gymnasium beschäftigt sich Frankfurt Babylon mit Mieten, Eigentumsverhältnissen und der sozialen Trennung von Wohnquartieren. Anhand von Fotografien untersucht der Vortrag, wie Architektur und Stadtplanung gesellschaftliche Unterschiede räumlich verfestigen – und woran sich das erkennen lässt.
Damit knüpft der Beitrag an den schulischen Schwerpunkt zu John Rawls’ Gerechtigkeitstheorie und seinem Gedankenexperiment vom »Schleier des Nichtwissens« an. Anhand von Fotografien und Beispielen aus Frankfurt wird nachvollziehbar, wie gesellschaftliche Unterschiede die Stadt prägen. Dabei geht es auch um bauliche Grenzen und den Zugang zu öffentlichen Räumen: um Zäune und Mauern zwischen Nachbarschaften, um Sozialwohnungen als Lärmschutz für dahinterliegende Wohngebäude und um Plätze, die kaum Möglichkeiten zum Sitzen und Verweilen bieten.
Der Projekttag eröffnet ein gemeinsames Vorhaben, in dem sich die Schüler mit Ungleichheit in Bildung, Arbeit und Stadtraum auseinandersetzen. Ihre fotografischen und essayistischen Arbeiten sollen im Februar 2027 in einer Ausstellung in der Dondorf-Druckerei zu sehen sein.